Nico Autor
Der Autor

Ich bin in einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Mein Weg verlief selten geradlinig. Das
Abitur habe ich erst im zweiten Anlauf geschafft, nachdem ich zunächst vom Gymnasium
auf die Realschule gewechselt habe und später wieder auf das Gymnasium zurückgekehrt
bin. Umwege wie diese haben meinen Blick auf Menschen und die Geschichten hinter
ihnen geprägt.
Schon früh faszinierte mich die Frage, warum Menschen denken und handeln, wie sie es
tun. Deshalb begann ich zunächst ein Studium der Cognitive Science. Obwohl ich mich
später gegen diesen Weg entschied, ist die Begeisterung für philosophische und
psychologische Fragestellungen geblieben.
Das Schreiben begleitet mich seit vielen Jahren. Es ist der kreative Gegenpol zu meinem
Berufsalltag. Während Zahlen eindeutige Antworten verlangen, dürfen Geschichten
Fragen offenlassen. Sie geben Raum für Zweifel und beschäftigen sich mit den Themen,
die mich seit meiner Kindheit faszinieren: Wahrnehmung, Moral und Freiheit.
Wäre Philosophie kein so unsicheres Berufsfeld gewesen, hätte mein Weg vielleicht in
diese Richtung geführt. Stattdessen habe ich einen Beruf gefunden, der den Verstand
fordert, und ein kreatives Ventil, das die Fantasie beflügelt. Im Schreiben verbinden sich
für mich beide Welten: analytisches Denken und kreative Freiheit, die zum Nachdenken
anregt.
Mich faszinieren Geschichten, in denen die Grenzen zwischen Wahrnehmung und
Wirklichkeit verschwimmen und vertraute Gewissheiten ins Wanken geraten. Denn oft sind
es nicht die einfachen Antworten, sondern die unbequemen Fragen, die uns am längsten begleiten.

Nico Haarlammert | Autor

Und nebenbei

Der Treasurer

Finanzmärkte haben mich schon immer fasziniert. Sie verbinden Mathematik, Psychologie,
Politik und Wirtschaft auf eine Weise, die kaum ein anderes Fachgebiet erreicht. Hinter
jeder Kursbewegung stehen Erwartungen, Hoffnungen, Ängste und unzählige
Entscheidungen von Millionen von Menschen.
Besonders begeistern mich die Ideen und Modelle, die unsere heutige Finanzwelt prägen.
Konzepte wie der Random Walk oder die Theorie der Schwarzen Schwäne haben mein
Verständnis von Finanzmärkten nachhaltig geprägt. Gleichzeitig gehören
Bewertungsmodelle heute zum grundlegenden Handwerkszeug der Finanzwelt. Mich
fasziniert dabei nicht nur ihre mathematische Eleganz, sondern auch die Frage, wo ihre
Grenzen liegen.
Nach meinem Studium der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten
Finanzwirtschaft und Marketing sowie dem Masterstudium Finance and Accounting führte
mich mein Weg ins Treasury einer Förderbank. Dort beschäftige ich mich täglich mit der
Refinanzierung und beobachte die Entwicklungen an den Zinsmärkten. Entscheidungen
der Zentralbanken, geopolitische Ereignisse oder wirtschaftliche Entwicklungen können
die Ausgangslage innerhalb weniger Minuten verändern.
Gerade diese Dynamik macht den Beruf für mich so spannend. Die Finanzwelt ist
hochkomplex und ständig im Wandel. Sie verlangt analytisches Denken, die Bereitschaft,
bestehende Annahmen immer wieder zu hinterfragen, und die Fähigkeit, auch in einem
unsicheren Umfeld fundierte Entscheidungen zu treffen. Vielleicht ist genau das der
Grund, weshalb mich auch das Schreiben fasziniert: In beiden Welten gibt es selten
einfache Antworten.

Nico Haarlammert | Treasurer

Nico SW

Schreiben ist für mich weit mehr als das Erzählen einer Geschichte. Es ist meine Art, die Welt zu
verstehen und mich mit den Fragen auseinanderzusetzen, die mich seit meiner Jugend begleiten.
Mich fasziniert das menschliche Bewusstsein. Was macht uns zu dem Menschen, der wir sind?
Wie bewusst treffen wir unsere Entscheidungen? Und woran erkennen wir überhaupt, dass wir
existieren? René Descartes brachte diesen Gedanken mit seinem berühmten Satz „Ich denke,
also bin ich.“ auf den Punkt. Bis heute inspiriert mich diese Frage und findet immer wieder ihren
Weg in meine Geschichten.
Genauso begeistert mich das Schreiben selbst. Ob Romanidee oder Schreibwettbewerb: Sobald
eine interessante Aufgabe vor mir liegt, beginnt mein Kopf, Geschichten zu entwickeln. Auch
wenn ich mich aufgrund meines Berufs und meiner eigenen Romanprojekte bislang gegen die
Teilnahme an Wettbewerben entschieden habe, fasziniert mich die kreative Herausforderung jedes
Mal aufs Neue.
Das Schreiben hilft mir außerdem dabei, Erlebtes und Beobachtungen einzuordnen. Es ist mein
persönlicher Ausgleich zu einer Welt, die oft komplex, widersprüchlich und ungerecht erscheint.
Geschichten ermöglichen es mir, Fragen zu stellen, Missstände zu beleuchten und Perspektiven
aufzuzeigen, ohne einfache Antworten vorzugeben.
Am Ende schreibe ich jedoch vor allem aus einem Grund: Ich möchte Menschen unterhalten.
Wenn meine Geschichten darüber hinaus zum Nachdenken anregen, neue Blickwinkel eröffnen
oder sogar inspirieren, dann haben sie genau das erreicht, was ich mir als Autor wünsche.

Warum ich schreibe

Der Name

Viele Menschen stellen sich vor, dass Geschichten aus einem plötzlichen Geistesblitz entstehen.
Meine Erfahrung ist eine andere. Kreativität braucht Raum.
Und dieser Raum entsteht selten von allein.

Nach langen Arbeitstagen, schwierigen Gesprächen oder Konflikten im Beruf fehlt mir oft die geistige Energie zum Schreiben.
Nicht, weil mir die Ideen ausgehen, sondern weil der Kopf noch mit dem beschäftigt ist, was der Tag hinterlassen hat.
Wer konzentriert arbeitet, trifft unzählige Entscheidungen, löst Probleme und verarbeitet ständig neue Informationen.
Am Abend ist dafür häufig kaum noch Platz.

Deshalb habe ich aufgehört, auf den perfekten Moment zu warten.
Stattdessen habe ich begonnen, meiner Kreativität einen festen Platz in meinem Alltag zu geben.

Mein Wecker klingelt häufig um 5:40 Uhr.
Diese frühen Stunden gehören ausschließlich dem Schreiben.
Nach einigen Jahren des berufsbegleitenden Studiums habe ich gelernt, den Arbeitstag erst dann beginnen zu lassen, wenn er tatsächlich beginnt.
Selbst wenn wichtige Themen auf mich warten, bleiben diese Morgenstunden frei von E-Mails, Meetings und Gedanken an den Beruf.
Sie gehören meinen Geschichten.

An anderen Tagen entsteht dieser Freiraum erst nach dem Sport oder einem langen Spaziergang.
Bewegung hilft mir, Abstand zum Arbeitstag zu gewinnen und den Kopf wieder frei zu bekommen. Auch nach einem Tag von 8 bis 18 Uhr kann Kreativität ihren Platz finden.
Nicht zufällig, sondern bewusst.

Genau daraus entstand der Name Scheduled Creative.
Er erinnert mich jeden Tag daran, dass Kreativität kein Gegensatz zu einem anspruchsvollen Beruf ist.
Sie braucht nur eines: Zeit, die man ihr bewusst einräumt.

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